Die Projekte im Einzelnen

Was ist das Bewegungsprojekt?

Im Bewegungsprojekt wird der enge Zusammenhang von Wahrnehmen, Erleben, Bewegen und Handeln betont.

Durch das Lernen über die eigene Wahrnehmung und Bewegung werden zunehmend die Fähigkeiten erworben, sich
• mit uns selbst (Körpererfahrung)
• mit unserer gegenständlichen Umwelt (Materialerfahrung)
• mit unserer sozialen Umwelt (Sozialerfahrung)
kritisch auseinanderzusetzen und entsprechend den individuellen Möglichkeiten zu handeln.

Hierfür werden verschiedene Elemente der Bewegungspädagogik genutzt:

• Bewegungs- und Konzentrationsspiele in der Gruppe
• rhythmische und musische Inhalte
• darstellende Spiele (Rollenspiele)
• Einsatz von Alltagsmaterialien wie Zeitung, Bierdeckel etc.
• Aufbau von Großgeräten

Dabei sind der Spaß am Sich-Bewegen und die Freude am selbstbestimmten erfolgreichen Tun die motivierenden Triebkräfte für eine ständige Erweiterung der Erfahrung an sich selbst und mit der Welt.

Warum das alles?

Das Ziel ist es, über Bewegung und Spiel in der Gruppe das Vertrauen des Kindes in sich und seine physischen und psychischen Fähigkeiten zu stärken und es zum selbständigen, problemorientierten Handeln anzuregen.

Warum Förderung in einer Gruppe?

• Kinder verhalten sich in einer Gruppe ungezwungener und spontaner.
• Das Kind kann in Grenzen selbst entscheiden, ob es am Geschehen teilnehmen oder nur zusehen will.
• Durch die Gruppenzusammensetzung werden passivere Kinder durch aktivere Kinder leichter motiviert und umgekehrt.
• Kinder werden durch den Erfolg anderer dazu animiert es auch auszuprobieren.
• Kinder lernen Regeln im Umgang miteinander.

Der Aufbau einer Bewegungsstunde

• Begrüßung: Ein immer wiederkehrendes Ritual, unser Lied "Über mich"
• Einleitungsphase: Um den meist großen Bewegungsdrang der Kinder gerecht zu werden und die Muskeln zu erwärmen, beginnt für die Gruppe die Stunde mit einem Bewegungsspiel.
• Hauptphase: Die Kinder beschäftigen sich mit gemeinsam aufgebauten Spielgeräten. Dabei trainieren sie, sich mit anderen Kinder abzusprechen, zu planen und zu turnen. Hier erfahren die Kinder einzeln oder in der Gruppe Erfolgserlebnisse, die sie in ihrer weiteren Entwicklung unterstützen.
• Abschlußphase: Mit einem Abschlußspiel oder einer Entspannungsübung werden die Kinder von ihrem emotionsgeladenen Tun in die »Wirklichkeit« zurückgeholt.

   
In der Experimentierecke sollen Kinder einen Zugang zu naturwissenschaftlichen, mathematischen und technischen Phänomenen bekommen. Hierbei geht es weniger darum Wissen über diesen Bereich zu erlangen, sondern um den Prozess, wie man zu diesem Wissen gelangt. Die Angebote zielen darauf ab, Kinder bei einem forschenden Entdeckungsprozess zu begleiten, der sich von seiner Vorgehensweise her an den Naturwissenschaften orientiert. Dazu gehören beispielsweise das Beobachten, Vergleichen und Kategorisieren, dass sich Kinder zunutze machen, um die Welt zu erkunden. Die Kinder lernen das Formulieren von Annahmen und kausalem Denken (Bsp.: Wenn ich…mache, dann passiert…)
   

Kunstprojekt 2012/13 – Farbkleckse

Thema: "Kinder entdecken Kunst"
Wann: - jeden Donnerstag von 09.30-10.30 Uhr
- im Zweiwochentakt mit je einer festen Gruppe von 6 Kindern
(rote/grüne Farbkleckse)

Alter: 4 Jahre

Im Kunstprojekt geht es darum, Kindern genug Freiheit, Raum, Zeit und Material zu verschaffen um sich selbst auszuprobieren, neue Materialien und Maltechniken kennenzulernen und eigene Spuren zu hinterlassen. Dies kann zum Beispiel durch die Arbeit und Auseinandersetzung mit Holz, Ton oder Papier geschehen.
Unsere Farbkleckse lernen somit auf vielfältige Art und Weise sich auszudrücken und sich mit ihrer Umwelt auseinanderzusetzen.
In unseren gemeinsamen Stunden gestalten wir unsere eigenen Kunstwerke, wie zum Beispiel die Zeichnung unseres eigenen Abenteuerschiffes (Paul Klee) und fördern gleichzeitig unsere Phantasie, in dem wir kreative Geschichten rund um das Schiff erzählen und erlebte Gefühle ausdrücken und reflektieren.

   
Immer freitags zwischen 9:00 Uhr und 10:30 Uhr können alle Kinder die gerne möchten, für eine Stunde gemeinsam mit mir musizieren. Der Klang eines Glockenarmbandes lädt alle Kinder ein am Musikprojekt teilzunehmen. Wir treffen uns im Schlafraum in der Sitzecke. Es können maximal 15 Kinder gleichzeitig am Musikprojekt teilnehmen.
Für jeden Freitag bereite ich ein paar Aktivitäten vor und bringe immer eine Sorte Musikinstrumente mit zum Musikprojekt. Als Anfangs- und Schlussritual wird das Lied "Wir wollen alle singen" gesungen und gespielt. Hierbei darf jedes Kind das möchte eine Idee für eine Strophe einbringen (klatschen, stampfen, hüpfen etc.) Auch in der folgenden Stunde ist es mir wichtig, dass die Kinder ihre Wünsche und Ideen einbringen können. Hierbei werden einige Lieder immer wieder benannt, die die Kinder gerne Singen und Spielen wollen. Im Laufe der Stunde werden Rhythmusübungen, lautmalerische Spiele, Großbewegungslieder, Bewegungslieder, Klanggeschichten, elementares Instrumentalspiel, Spiele zur Schulung der Richtungshören, Fingerspiele etc. spielerisch durchgeführt. Im Laufe des Vormittags können die Kinder das Musikprojekt leise verlassen oder sich leise dazu gesellen, wenn sie später Lust bekommen teilzunehmen.
Musik aktiviert beide Gehirnhälften und ermöglicht dem Kind die Erfahrung von Kraft, Raum und Zeit.
   
Montagmorgens um 9 Uhr ziehen zwei Erzieherinnen (Frau Hasselberg, Frau Schlösser) mit 10-15 Kindern und einem Bollerwagen, voll gepackt mit Frühstück, in den Wald. Die Kinder im Alter von 2-6 Jahren dürfen morgens selber entscheiden, ob sie mitkommen wollen. Gemeinsam laufen wir dann entweder zum Lohmarer Wald oder in das Naturschutzgebiet "Trerichsweiher".
Dort angekommen wird erst einmal auf dem gemütlichen Waldsofa gefrühstückt. Gestärkt können wir danach tolle Waldabenteuer erleben. Wir entdecken sowohl die Pflanzen- und Tierwelt des Waldes in den verschiedenen Jahreszeiten, als auch die unterschiedlichen Spielmöglichkeiten, die der Wald uns bietet. Dabei werden alle Sinnesbereiche, die Motorik und die Kommunikation gefördert.
Gegen 11.30 Uhr erreichen die Naturforscher wieder das PänzHuus, um gemeinsam mit den anderen Kindern am Mittagskreis teilzunehmen.
   
Sprachförderung Sprachförderung mit Rudi Raabe
Der Kindergartenalltag bietet zahlreiche Sprachanlässe, sei es beim Frühstück, in der Leseecke, bei Rollenspielen in den verschiedenen Funktionsräumen oder im Kinderrat. Die Übungen mit dem Montessorimaterial beinhalten immer auch eine sogenannte "Wortlektion". Durch die Sandpapierbuchstaben werden die Kinder an die Buchstaben und ihre Laute herangeführt.
Zusätzlich gibt es eine Sprachförderung, die eine dafür ausgebildete Erzieherin durchführt.
Besonders Kinder, die Deutsch als Zweitsprache lernen oder aber Kinder, die ab dem 4. Lebensjahr noch Sprachunsicherheiten haben, werden hier angesprochen. Spielerisch wird der Umgang mit Sprache geübt.
Sollten spezielle Artikulationsauffälligkeiten oder Sprachentwicklungsverzögerungen vom Kinderarzt festgestellt werden, gibt es die Möglichkeit, das Kind von einer Logopädin einmal wöchentlich im PänzHuus zu unterstützen.
   

Wenn Kinder in die Schule kommen, sollen sie schulfähig sein. Bei der Schulfähigkeit geht es im Wesentlichen darum, den Alltag in der Schule bewältigen zu können. Auf die Kinder kommen große Veränderungen im Tagesablauf zu. Zudem sind viel mehr Kinder in der Schule. Es ist erforderlich, dass die Kinder zuhören und antworten können, wenn sie gefragt werden. Sie dürfen nicht mehr essen oder spielen, wann sie es möchten. Hierzu sind verschiedene Kompetenzen wichtig:

Selbstbehauptung Alle Sinne schulen Verantwortung übernehmen
Selbständigkeit Grob-/Feinmotorik Teamfähigkeit
Selbstbewusstsein Ausbau der Sprache Sozialverhalten
Frustrationstoleranz Merkfähigkeit Wir-Gefühl
Ich-Gefühl Konzentrationsfähigkeit  

Ichkompetenz Sachkompetenz Sozialkompetenz
Selbstbehauptung Alle Sinne schulen Verantwortung übernehmen
Selbständigkeit Grob-/Feinmotorik Teamfähigkeit
Selbstbewusstsein Ausbau der Sprache Sozialverhalten
Frustrationstoleranz Merkfähigkeit Wir-Gefühl
Ich-Gefühl Konzentrationsfähigkeit
Verschieden Aktivitäten helfen dabei diese Kompetenzen zu stärken, wie z.B.: Wettbewerbsspiele, Backen, Kochen incl. eigenen Einkaufszettel erstellen, Ringen/Raufspiele, Übungen zum Zuhören, Verantwortung übernehmen: "ich bin wichtig für die Gruppe", Aufführung am Ende.
Viele Bestandteile des Vorschulprojektes werden zunächst mit den Kindern abgesprochen. Einige Bestandteile sind jedoch schon fest eingeplant, wie z.B.: Besuch der Polizeiwache und der Feuerwehr, Verkehrserziehung, Selbstbehauptungskurs, IKPL-Kurs ("Ich kann Probleme lösen"), Kinovormittag im Kindergarten, Vorschulmappe(n), Übernachtung und Abschiedsfeier.

   

 

Projekte

Die Arbeit an einem Projekt bietet die Möglichkeit die Kinder sowohl individuell, als auch altersspezifisch anzusprechen, zu motivieren, zu interessieren und zu fördern.